Historie

Nur wenige Kilometer  von Hamburg entfernt, und mit dem Auto oder öffentlichen Nah-verkehrsmitteln leicht zu erreichen, liegt die Stadt Pinneberg. Sie ist Kreisstadt des gleichnamigen Kreises. Im Jahre 1875 hatte Pinneberg 3.000 Einwohner, 1939 waren es bereits 13.000 Einwohner, und heute sind es ca. 43.000.
Einer von vielen Vereinen in der Kreisstadt ist der Kleingärtnerverein Pinneberg e.V. Der Verein wurde 1932 gegründet, wobei nicht mehr festzustellen ist, ob es hier nicht schon früher Gärten in der Art der Schleswiger „Armengärten“ gegeben hat.

Jedenfalls war es am 05.04.1932 soweit: Der Kleingärtnerverein Pinneberg wurde ins Leben gerufen. Aus dem Gründungsprotokoll vom 11.04.1932 ist zu ersehen, das 58 Anwesende den Verein gegründet haben.

Da es zu der Zeit nur 58 Vereinsmitglieder gab, wird wohl die Anzahl der vorhandenen Gärten nicht größer gewesen sein.

Aus dem Protokoll geht hervor, dass die wöchentliche Rate der Jahrespacht RM 0.50 betrug, und das neue Mitglieder als Eintrittsgeld RM 1.00 zu zahlen hatten.

Den Kleingärtnern wurden Gutscheine im Wert von RM 9.00 für die Beschaffung von Saat-kartoffeln und anderem Saatgut zur Verfügung gestellt.

Wie sich das Kleingartenwesen in Pinneberg während des Krieges entwickelt hat, ist nicht genau zu ermitteln. Der Mitgliederbestand muss jedoch ständig zugenommen haben. Leider sind so gut wie keine Protokolle oder Notizen mehr vorhanden, die wenigen auffindbaren Dokumente sagen darüber nicht viel aus.

In der Nachkriegszeit wuchs die Bevölkerung in Pinneberg an, dadurch stieg auch die Zahl der Kleingärtner.

Aus einem Protokoll im Jahre 1947 ist zu ersehen, dass es zu diesem Zeitpunkt schon 940 Mitglieder gab, welche eine Fläche von 33 ha bewirtschafteten. Die Zahl der Einwohner in Pinneberg betrug ca. 24.000.

Und damit befinden wir uns bereits in der Zeit nach dem Krieg. Die Pinneberger Klein-gärtner gaben sich 1947 eine neue Satzung. Ihre Mitgliederzahl stieg innerhalb eines Jahres nahezu um das Doppelte. 1948 waren es bereits 1.821 Mitglieder mit einer zu bewirtschaftenden Fläche von 63 ha. 1949 stieg die Mitgliederzahl auf 2.030, die Gärten bedeckten eine Fläche von ca. 75 ha.

Das war der höchste Mitgliederbestand und die größte zu bewirtschaftende Fläche, denn ab 1950 ging es bergab.
Es wurden Bau- und Gewerbeflächen benötigt. 1961 war der Tiefpunkt erreicht,  der KGV Pinneberg bestand nur noch aus 385 Mitgliedern, das Pachtland erstreckte sich nur noch auf  18,2 ha.

Erst ab 1962 geht es wieder langsam bergauf. Die Mitgliederzahlen steigen wieder an, und die Kleingartenfläche nimmt auch wieder zu.
Im Jahre 2007 bewirtschafteten 467 Mitglieder Kleingärten auf einer Fläche von 24.8 ha.

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